Damit Schweres - leichter wird

Angebote für Menschen mit Trauma - Erfahrungen

"Die höchste Form der Hoffnung, ist die überwundene Verzweiflung."
Albert Camus


Wir Trauma-Begleiter begegnen Ihren Erfahrungswelten offen, unvoreingenommen und mit einer grundsätzlichen Neugierde. Auf diese Weise können wir Ihre individuelle Geschichte kennen lernen und die unterschiedlichen Facetten Ihrer Persönlichkeit wahrnehmen.

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Was bedeutet Trauma?

In der Medizin bezeichnet Trauma eine Wunde, eine Verletzung oder Schädigung des Körpers. Zu einer Traumatisierung kommt es, wenn ein Ereignis oder eine Folge von Ereignissen so belastend oder überwältigend war/ist, dass es die psychische und/oder physische Belastungsgrenze eines Menschen übersteigt und nicht mehr von Seele und Körper verarbeitet werden kann. Um sich zu schützen, reagiert der Körper auf solch bedrohliche Situationen mit einer Art Notfall-Programm. Sinn und Zweck dieses Notfall-Programms ist, das Überleben zu sichern.

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Was kann alles überwältigend wirken oder gewirkt haben?

Ein Unfall, der Tod eines nahen Angehörigen oder eines Kindes, häufigen Wechsel von Bindungspersonen in der Kindheit, Vernachlässigung, Naturkatastrophen, Mobbing, medizinische Eingriffe können genauso als "überwältigend" erlebt werden wie das Erfahren oder Beobachten von Gewalt, emotionalem und sexuellem Missbrauch oder Lebensumständen, die einfach "zu viel" und/oder über lange Zeiträume "zu schmerzhaft" waren. Auch medizinische Diagnosen wie Krebs oder andere schwerwiegende Erkrankungen können teilweise ähnliche Anzeichen zur Folge haben und auf eine existentielle bzw. überwältigende Situation hinweisen.

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Und wenn ich keine konkrete Erinnerung habe?

Es gibt Menschen, die mehr ahnen, als dass sie wissen, dass ihnen etwas zugestoßen ist oder sie haben nur ein diffuses Gefühl, dass in ihrem Leben irgendetwas geschehen sein muss, ohne eine konkrete Erinnerung zu haben. Andere haben die Befürchtung, verrückt zu sein und versuchen mit aller Kraft ein anscheinend normales Leben aufrechtzuerhalten. Irritierend kann ebenfalls sein, wenn zwischen überwältigenden Erfahrungen und Rückerinnerung viel Zeit vergangen ist. Denn ein Trauma kann über Jahrzehnte unverändert in Körper und Seele gespeichert bleiben. Ein bestimmter Geruch, ein Bild, ein Gesichtsausdruck, die Rückkehr an einen Ort, auch ein Kuss kann dann urplötzlich Rückerinnerungen aktivieren.

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Wie zeigt es sich, wenn etwas überwältigend war?

Menschen, die überwältigende Erfahrungen machen oder gemacht haben, fühlen sich manchmal "wie unter Strom", wirken wie betäubt oder neben sich stehend oder werden überschwemmt von Erinnerungsfetzen, Bildern, Gerüchen oder Gedanken an das Erlebte. Andere ziehen sich sozial zurück, verletzen sich selbst, haben Schlafprobleme, Konzentrationsstörungen, Gedächtnisprobleme oder leiden an Ängsten und Depressionen, extremer innerer Anspannung und Unruhe.

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Weitere Anzeichen auf posttraumatische Belastungsreaktionen oder chronifizierte Traumatisierungen können sein:

  • Gefühle der Hilflosigkeit und Furcht
  • Ein Gefühl der Unwirklichkeit (das kann sich anfühlen wie ein Film, der abläuft, oder auch als schaue man sich von Ferne bzw. dem Geschehen zu)
  • Flashbacks an weit zurückliegende extreme Ereignisse oder auch keine Erinnerung
  • Eingeschränkte Interessen, Verlust von Freude an zuvor interessanten Dingen
  • Eingeschränkte Gefühle (sich wie eingefroren fühlen, Taubheitsgefühle, depressive Stimmungen)
  • Vermeiden von Gefühlen, Gedanken und Orten, die mit dem Trauma in Verbindung stehen
  • Erhöhte Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen
  • Innere Unruhe und erhöhte Wachsamkeit
  • Gedanken an Suizid und Ängste vor der Zukunft
  • Exzessiver Konsum von Alkohol oder Drogen
  • Scham und Schuldgefühle
  • Das Gefühl, aus dem Schweigen nicht herauszukommen, sich als "sprachlos" oder "verstummt" zu erleben
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Lassen sich solche Erfahrungen behandeln?

Ja, viele überwältigende Erlebnisse und traumatische Erfahrungen lassen sich bereits bestens behandeln. Die Psychotraumatologie ist dabei, sich in riesengroßen Schritten weiterzuentwickeln. Traumatherapie soll meines Erachtens vor allem hilfreich sein und Sie dabei unterstützen, das Erlebte schonend zu verarbeiten und eine für Sie bessere Lebensqualität in Alltag, Partnerschaft oder Beruf zu finden.

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Vielleicht waren Sie auch schon mal in Beratung und hatten Zweifel, ob Ihnen die Behandlung wirklich hilft?

Vielleicht waren Sie auch schon mal in Beratung oder sogar in traumatherapeutischer Behandlung und hatten Zweifel, ob Ihnen die Behandlung wirklich hilft. Oder Sie hatten wiederkehrende Gefühle der Entmutigung und den Eindruck, "allen anderen kann geholfen werden, nur mir nicht" oder "wieder versteht niemand, was sich wirklich in mir abspielt." Auch solche Erfahrungen sind bedeutsame Mitteilungen in der Beratung, die wir vertrauensvoll behandeln. In diesem Fall kann es wichtig sein, sich mit Akzeptanz und Geduld auf einen neuen Weg zu machen, um gemeinsam Ihre inneren Erfahrungswelten besser kennen- und verstehen zu lernen. Dabei kann es hilfreich sein, die gewählten Behandlungsmodelle und (trauma-) therapeutische Methoden zu überprüfen und gemeinsam unvoreingenommen zu schauen, was für Sie ganz persönlich hilfreich ist, um die nächsten Schritte gehen zu können.

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Angehörige und Partner(innen)

Manchmal kämpfen auch Angehörige und Partner(innen) mit der Entwicklung traumabezogener Symptome bei sich selbst. Dies nennt man im Jargon der Fachwelt "sekundäre Traumatisierung". Gerne beraten wir Sie als Angehörige und Partnerin/Partner bei der Bewältigung einer ungewöhnlichen Situation.

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Im Zentrum unseres Angebots stehen ...

die möglichst schonende Bewältigung der psychoreaktiven Folgen auf das Erlebte und die Verbesserung der Lebensqualität. Dabei kann es sich um ein Einzeltrauma, eine Naturkatastrophe oder einen Unfall handeln oder um frühe bzw. lang andauernde Traumatisierungen zum Beispiel durch Vernachlässigung, Gewalt oder Missbrauch.

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... komplexe Traumafolgen

Die phasenorientierte und auch die komplex-systemische Traumatherapie schließen die Behandlung posttraumatischer Belastungsreaktionen ein und gehen zugleich über sie hinaus. Denn frühe bzw. lang andauernde Traumatisierungen oder planvolle Gewalt können die Ausbildung komplexer innerer Welten und dissoziativer Strukturen zur Folge haben. Diese benötigen ein anderes, ein phasenorientiertes Vorgehen.




Dieser Text wurde von einer Kollegin formuliert und finde ihn sehr treffend: Quelle Text: Dr. Almute Nischak www.nischak.com

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